PhysioSport erneut beim Rad am Ring 2017

Das zweite Mal in Folge ging es wieder für die Fahrradfanatiker von PhysioSport Köln zum Nürburgring. Das 24 Stunden Radrennen „Rad am Ring“ geht durch die grüne Hölle der Eifel über 25 km auf der Nordschleife und der Grand Prix Strecke. Per se keine lange Distanz, aber wer die Eifel kennt, weiß, dass der Nürburgring den einen oder anderen Anstieg hat. Der steilste Teil der 500 Höhenmeterrunde ist die hohe Acht mit 17% Steigung, die den einen oder anderen Fahrer in die Knie, oder zum Absteigen zwingen wird. Voller Vorfreude auf diese Quälereien machten wir uns also am Samstagmorgen auf den Weg zum 15. Rad am Ring.

1. Dr. Frank Saathoff (Smart Teeth) und Jérôme Becher (PhysioSport Köln) 2. Peer Schwetzler (MonteMare) und Jérôme Becher

Vor Ort trafen wir uns mit dem Fahrern von Montemare, Innogy, Orthopädie der Klinik am Ring und SmartTeeth um im zusammengewürfelten Teams zu fahren. Mit fünf 8er Teams im Rennrad und Mountainbike sowie zwei 4er Teams sollte es auf die Strecke gehen. Nachdem die Reihenfolge der Fahrer in den Teams festgelegt und alles organisatorische geklärt war fiel um 12:20 Uhr der Startschuss für die Rennradfahrer. In einer geballten Masse aus Material und Fahrern, es waren insgesamt ca. 8500, surrte der Pulk unter dem Jubel der Teammitglieder los. Euphorisch wurde, die Kette rechts, mit voller Kraft in die Pedale getreten. Die erste Runde wurde von allen frenetisch entgegen gefiebert und verlangte von manch einem eine gute Einteilung seiner Kräfte ab.

Wir hatten das Privileg eine Box zu haben, an welcher wir den Sender an den nächsten Starter übergaben. Nach seiner gefahrenen Runde konnte man aber erst mal in der Lounge entspannen und sich stärken, oder auf der anliegenden Fahrradmesse inspirieren lassen und sein Geld ausgeben. Sobald sich die Sonne hinter die Hügel senkte begann für jeden von uns die zweite Runde (Natürlich wird nicht zusammen, sondern nacheinander gefahren). Mit Lampen bestückt stürzten wir uns also die Strecke mit über 90km/h hinunter um dann an den langsamer werden roten Rücklichtern der anderen Fahrer zu erkennen, dass der nächste Anstieg vor einem stand. In der zweiten Runde waren die Beine schon schwerer und die Lunge brannte gewaltig nachdem die Hohe Acht geschafft war. Das Glücksgefühl nach dem Bezwingen des steilsten Stücks trug uns auch noch über die nachfolgenden Erhebungen.

Die Box 15 war klar zu erkennen. Der Ort, wo die Wunden geleckt wurden und der Körper wieder Energie tanken konnte.

Aufgrund unserer akribischen Berechnung schafften wir es, dass unser Geburtstagskind Peer sich genau Mitternacht an seinen 50sten Geburtstag die hohe Acht hoch schinden durfte um bei der Rückkehr an der Box von uns gebührend gefeiert zu werden.

Nachdem wir den Geburtstag standesgemäß zelebriert hatten, zeigte die Uhr jedoch schon 2 Uhr morgens und kündete von der kurzen Nacht. Das Nachtlager in der Lounge erschwerte das Einschlafen auch wenn der Körper und Geist sich nach Schlaf sehnte. Hatte man seine Isomatte zwischen all den schnarchenden Schlafsäcken gefunden blieben einem ein bis zwei Stunden Schlaf, bevor man sich wieder in sein klammes Trikot zwängte und sich mit schläfrigen Augen auf seinen Drahtesel schwang um wieder mit brachialer Geschwindigkeit und schweißtreibender Anstrengung die grüne Hölle zu bezwingen. Sobald der kühle Wind einem nachts ins Gesicht blies, war man geistig schon wieder im Wettkampfmodus und donnerte die Rennstrecke entlang. Nach 24 Stunden und einer kurzen Nacht überquerten wir gemeinsam die Ziellinie.

Am Sonntagabend fielen wir dann alle, glücklich es geschafft zu haben, seelig in den fehlenden Schlaf und träumten schon von Rad am Ring 2018.