Meniskus

Was ist der Meniskus?

Der Meniskus, oder auch Meniscus (von Meniscus articularis), ist ein Teil des Knies.

Das Kniegelenk besteht aus drei Gelenkpartnern:

  • dem Oberschenkelknochen (Femur)
  • dem Schienbein (Tibia)
  • der Kniescheibe (Patella)

Da eine Inkongruenz, das heißt ein „Nichtaufeinanderpassen“, der Gelenkflächen von Oberschenkelknochen und Schienbein besteht, gibt es hier zwei Menisci: der Innemnmeniskus und der Aussenmeniskus.

Sie befinden sich auf dem Plateau unseres Schienbeinknochens, hier sind sie über kurze Bänder an ihren Enden im Knochen verankert.

Was passiert bei Meniskusverletzungen?

Insgesamt ist der Innenmeniskus durch seine Verbindung mit dem Innenband und den Kapselanteilen sowie der Lage der Verankerung des Menikus im Schienbeinknochen weniger beweglich und daher auch verletzungsanfälliger.

Häufig ist kein direktes Unfallereignis die Ursache, sondern meist haben sich die Beschwerden über einen gewissen Zeitraum entwickelt.

So zeigen sich neben den Zeiten, in denen der Patient Beschwerden angibt, auch schmerzfreie Episoden.

Kommt es zu einer akuten Einklemmung des Meniskus, so kann es zu einer Blockade des Kniegelenks kommen, was dazu führt, dass der Patient sein Knie weder beugen noch strecken kann. Bei traumatischen Ereignissen kann eine Beteiligung des Kreuzbandes und Innenbandes erfolgen. Hierbei kann es zu Kreuzbandanrissen oder gänzlichen Rissen des Kreuz- oder Innenbandes kommen. Dieses Trauma ist auch unter dem Namen Unhappy Triad bekannt.

Etwa 40% der Meniskusschäden entstehen durch sekundäre (Folge-)Schäden, 8% durch primär traumatische Ereignisse und ca. 50% durch degenerativen Umbau („Verschleiss“).

Was sind die Symptome einer Meniskusverletzung?

Typische Symptome bzw. Zeichen einer Meniskusläsion sind unter anderem ein Schmerz im Bereich des äußeren oder inneren Gelenkspalts sowie häufig Beschwerden beim Aufstehen nach langem Sitzen, welche sich nach einigen Minuten wieder „herauslaufen“.

Meniskusriss oder –schaden – die klinische Untersuchung

Die spezielle klinische Untersuchung beruht überwiegend auf Schmerzprovokation durch Kompression auf die Meniski durch unterschiedliche Tests:

  • Testung nach Steinmann
  • Testung nach McMurray
  • das Apley-Zeichen
  • das Payr-Zeichen

Die Kombination mehrerer Tests erhöht dabei zwar die Diagnosesicherheit, unabdingbar ist aber ebenfalls ein bildgebendes Verfahren mit der Magnetresonanztomografie (MRT).

Meniskus Operation – notwendig?

Teilentfernungen des Innen- und des Außenmeniskus sind häufig durchgeführte Eingriffe, die nicht nur Sportler betreffen. Heutzutage wird die Teilentfernung eines Meniskus (auch Trimming genannt) arthroskopisch durchgeführt.

Es werden diverse Arten der Meniskusschädigung unterschieden.

Je nach Rissform erfolgt entweder die Teilentfernung eines Meniskus oder er wird genäht. Ob ein Meniskus genäht werden kann hängt zum einen von der Art des Risses und zum anderem von dem Alter der Patientin bzw. des Patienten ab.

Aufgrund der insgesamt schlechten Durchblutungssituation der Menisci können nur Rissformen genäht werden, die sich in der sogenannten “ Roten Zone“ an der Meniskusbasis befinden, da es zur Heilung von Gewebe einer guten Durchblutung bedarf, die nur hier gegeben ist. Grundsätzlich gilt: je jünger der Patient, desto besser die Durchblutung.

Dies kann meist erst während der Operation durch den Operateur entschieden werden. Nicht jeder Meniskusriss bedarf einer operativen Versorgung. Zeigt sich auf dem MRT ein Meniskusriss, muss erst einmal entschieden werden, ob es sich um einen alten oder einen neuen Riss handelt. Im zweiten Schritt wird geschaut, ob die Symptomatik zu einer Meniskusverletzung passt bzw. ob überhaupt eine Symptomatik vorhanden ist.

Insbesondere intrameniskale Risse, die innerhalb des Meniskuskörpers liegen und keine Symptome bzw. Beschwerden machen, müssen nicht zwingend operiert werden. Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass das Belassen eines symptomatischen Meniskusrisses zu einem höheren Risiko führt eine Arthrose (Gelenkverschleiss) im Kniegelenk zu entwickeln.

Im Falle einer Meniskus Operation sollte der Patient sein Knie die erste Woche nach der OP durch Unterarmgehstützen entlasten. Das Knie hat nach der OP keine Möglichkeit zur Abfederung bzw. zur Gewichtsverteilung, da die Gelenkflüssigkeit (Synovia) währenddessen herausgespült wird. Außerdem wird ein Teil des betroffenen Meniskus weggenommen, weswegen der Schienbeinknochen lernen muss mehr Körpergewicht zu tragen.

Meniskus Behandlung mit Physiotherapie

Bei einer konservativen wie auch operativen Meniskus Behandlung stellt die Physiotherapie die Basis für die Wiederaufnahme der Alltagsbelastungen.

Diese kann mit heilungsunterstützenden Maßnahmen in Form von Lymphdrainage und Mobilisation die primäre Entzündung lindern.

Im weiteren Verlauf der physiotherapeutischen Behandlung stehen kniegelenkstabilisierende Übungen im Sinne von Muskelaufbau der kniegelenkumgebenden Muskulatur, oftmals anhand von Functional Training, sowie Beinachsentraining im Vordergrund. Der Physiotherapeut kann ebenso versuchen den Meniskus zu mobilisieren bzw. manipulieren, um ihn wieder in die richtige Position zu bringen.

Weiterhin wird oftmals eine Ganganalyse im Rahmen des Konzepts „Gehen verstehen“ durchgeführt. Hierbei wird der Patient beim Gehen gefilmt und kann somit, genau wie sein Therapeut, seine „Fehler“ sehen, was dazu führt, dass er die Prozesse beim Gehen besser nachvollziehen kann. Somit ist es für ihn einfacher, das richtige Gehen wieder oder neu zu erlernen.

Wir bei PhysioSport Köln GmBH sind ein spezialisiertes Team aus Physiotherapeuten und helfen Ihnen gerne weiter. Wenn Sie Fragen zu Meniskusrissen, Meniskusläsionen oder allgemeinen Meniskus Behandlungsmöglichkeiten haben, sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter!