Armschmerzen

Was sind Armschmerzen?

Die Anzahl der Menschen, die an Schmerzen im Oberarm oder Unterarm leiden, wird immer größer. Dabei kommt es zu Schmerzen im Bereich der Schulter, des Ellenbogens und/oder des Handgelenks. Des Weiteren können Beschwerden wie Taubheit, Kribbeln und Temperaturunregelmäßigkeiten im Arm, fortlaufend bis in die Finger, auftreten.

Was hilft bei Armschmerzen?

Armschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben, weswegen zuerst, wenn sich die Schmerzen nicht von alleine bessern, ein Arzt aufgesucht werden sollte. Viele Ursachen können durch recht einfache Maßnahmen behoben werden, wie z.B.:

Ursachen für Armschmerzen

Die Ursachen für Schmerzen im Arm sind nicht nur an der Stelle der Symptomproblematik, sondern in verschiedenen Bereichen des Körpers zu suchen.

Das Schultergelenk ist ein muskelgeführtes Gelenk. Ein Grund für Schulterbeschwerden kann überwiegend die Haltung sein, denn gerade bei einem sitzenden Beruf ist die Haltung unseres Körpers relativ schlecht. Wir sitzen anstatt aufrecht, leicht eingesunken. Die Folge ist eine veränderte Stellung der Halswirbel- sowie der Brustwirbelsäule, was weiterführend zu einer unphysiologischen Stellung des Schultergelenks führen kann. Dadurch kommt es zu einer anderen Belastungsposition im Schultergelenk. Durch diese Veränderungen entstehen rund um das Schultergelenk Muskeldysbalancen, die in den meisten Fällen ausschlaggebend für die aufkommenden Beschwerden sind. Ist eine Muskelpartie zu stark und der Gegenspieler dieser Muskeln entsprechend zu schwach, ändern sich die Druckverhältnisse im Gelenk, was wiederum zu einer Überbelastung des Gelenkes führen kann.

Das Impingement-Syndrom ist die häufigste Ursache für Schulter-Armschmerzen. Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu einer schmerzhaften Einengung des subacromialen Raumes (dem Raum zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach) vor allem bei der Seitführung des Armes, insbesondere gegen einen Widerstand. Gründe hierfür können z.B. sein:

  • Schleimbeutelentzündungen
  • vermehrte sportliche Aktivität(gerade bei Überkopfsportarten bzw.- arbeiten)
  • Osteophytenbildungen
  • Muskeldysbalancen
  • eine gestörte Mechanik im subacromialen Raum
  • Haltungsfehler

Durch vermehrte einseitige Überbeanspruchung, wie Akkordarbeit oder ständige Benutzung einer PC-Maus sowie ungewohnte Tätigkeiten, kann es gerade im Bereich des Ellenbogens zu Veränderungen und dadurch auch zu Schmerzen kommen. Die einseitige, eintönige Belastung kann zu einer Epicondylitis, einem sog. Tennisarm oder Golferarm, führen, bei der es zu Schmerzen im Bereich der Ursprünge der Hand- und Fingermuskulatur am Oberarm kommt. Des Weiteren kann dies zu einem Kraftverlust, wenn man etwas heben möchte, sowie zu einer Druck- und Berührungsempfindlichkeit führen.

Eines der häufigsten Beschwerdebilder des Handgelenkes bzw. des Unterarms ist das Karpaltunnelsyndrom. Hierbei kommt es aufgrund von Fehlstellungen im Bereich der Handwurzel, rheumatischen Erkrankungen der Sehnenscheide und/oder anderen raumfordernden Prozessen zu einer Kompression oder Schädigung des Nervus medianus, einer von drei Nerven, die den Arm innervieren. Hierbei kann es anfänglich zu Sensibilitätsstörungen, wie das Einschlafen der Hand und einem Kribbeln der Finger, kommen. Später kann es zu einer Atrophie verschiedener Muskeln und Schmerzen bei Bewegung kommen.

Eine anatomische Veränderung im Bereich der Halswirbelsäule oder im Bereich des gesamten Schulter-Armkomplexes kann ein weiterer Grund für aufkommende Beschwerden sein. Denn in der Halswirbelsäule entspringen die Nerven, die sowohl für die Sensibilität als auch für die Motorik des Armes verantwortlich sind. Kommt es dort zu pathologischen Veränderungen, wie z.B. einem Bandscheibenvorfall, kann es zu Missempfindungen, einem Kraftverlust und Schmerzen im gesamten Arm kommen.