Mobilisation im Bereich Niere

Schüßler Salze

Mineralstoffpower gegen Krankheiten

Der Erfinder der Schüßler Salze Dr. Schüßler ging davon aus, dass Krankheiten entstehen, weil der Mineralhaushalt der Zellen unausgeglichen ist. Mit seinen insgesamt 12 Basissalzen möchte er auf diesen Haushalt Einfluss nehmen.

Was sind Schüßler Salze?

Schüßler Salze sind 12 Basissalze und 15 Ergänzungssalze, die auf den Mineralhaushalt des Menschen einwirken sollen. Sie sollen eine mögliche Unterversorgung mit Nährstoffen ausgleichen und die Selbstheilung anregen. Die Salze sind durchnummeriert, die 12 Basissalze sind folgende:

  1. Calcium fluoratum
  2. Calcium phosphoricum
  3. Ferrum phosphoricum
  4. Kalium chloratum
  5. Kalium phosphoricum
  6. Kalium sulfuricum
  7. Magnesium phosphoricum
  8. Natrium chloratum
  9. Natrium phosphoricum
  10. Natrium sulfuricum
  11. Silicea
  12. Calcium sulfuricum

Die einzelnen Salze werden jeweils bei bestimmten Beschwerden angewendet, das richtige Salz bestimmt meist ein Arzt oder ein Heilpraktiker.

In den Salzen werden die zwölf Mineralien verwendet, die in der Asche eines toten, verbrannten Körpers noch nachzuweisen sind. Laut Dr. Schüßler tritt nahezu sofort eine Heilung ein, nimmt man bei entsprechender Krankheit das passende Mineral ein. In ihrer stark potenzierten Form sollen die Mineralsalze in die Blutbahn und bis zu jeder einzelnen Zelle gelangen. Selbst die kleinsten Kanäle in den Zellwänden können durchtreten und die Minerale so im Zellinneren aufgenommen werden, wo sie das Gleichgewicht wiederherstellen können und den Stoffwechsel anregen, eventuell benötigte Ressourcen aus den Speichern des Körpers zu mobilisieren.

Welches Schüßler Salz passt zu mir?

Welches Salz Ihnen fehlt, wird anhand Ihrer Beschwerden und einer Antlitzanalyse festgestellt. Hierbei wird das Gesicht in Hinblick auf Färbungen, Schattierungen und Fältchenbildung untersucht, um somit Mineralstoffmängel aufzudecken.

So sagt man, dass man einen Eisenmangel z.B. durch eine bläulich-schwarze Färbung an den inneren Augenwinkeln, warme/hitzige und rote Ohren und Wangenröte erkennen kann.

Wobei helfen Schüßler Salze?

Die Salze können bei der Behandlung akuter Beschwerden helfen, wie:

  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • Lumbalgien
  • Blasenentzündungen
  • Gelenkschmerzen
  • Zahnfleischbluten

aber auch bei chronischen Leiden, wie z.B.:

  • Fibromyalgie
  • Migräne
  • Bindegewebsschwäche
  • Tinnitus
  • Hauterkrankungen

Die große Stärke der Salze liegt jedoch in ihrer präventiven, regulierenden Wirkungsweise. Die Salze sollen auch als Entgiftungs- und Ausleitungskur und gegen Konzentrationsstörungen und Lernschwäche genutzt werden können.

Wie werden Schüßler Salz eingenommen?

Die Salze können als Tabletten, als Globuli oder als Tropfen eingenommen werden. Zur Aufnahme der Minerale lässt man sie langsam im Mund zergehen, man kann sie auch vorher in Wasser auflösen und dann trinken. Bei beiden Verabreichungsformen sollen sie über die Mundschleimhaut sofort in den Blutkreislauf gelangen und dabei größtenteils die Verdauungsorgane umgehen.

Es gibt auch Schüßler Salze in Salbenform, dies empfiehlt sich bei Narben, Sonnenbrand, Rissen und Krampfadern, Insektenstichen, Ekzemen und Hämatomen.

Wie wird das Schüßler Salz dosiert?

Ob man die Therapie mit den Schüßler Salzen als Reiztherapie oder Substitutionstherapie betrachtet, hängt ganz davon ab, was man erreichen möchte.

Möchte man den Organismus dazu anregen, sich die nötige Menge an Mineralien selber aus der Nahrung zu resorbieren, soll eine geringe Dosis von zum Beispiel drei mal zwei Tabletten der Salze am Tag ausreichen, um diesen Prozess in Gang zu bringen. Geht man die Therapie als Substitution an, möchte man also mit den Salzen erreichen, den kompletten Mangel im Körper auszugleichen und aufzufüllen, soll man eine größere Anzahl an Tabletten über einen längeren Zeitraum einnehmen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Schüßler Salze weisen erfreulicherweise keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf. Auch eine Überdosierung ist nicht möglich, alles was der Körper als „zu viel“ erachtet, wird wieder ausgeschieden und belastet keines der Ausscheidungsorgane Leber, Niere, Darm und Haut.

Haben Schüßler Salze Nebenwirkungen?

Als Nebenwirkung ist einzig die Erstverschlimmerung bekannt, die auch bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln auftreten kann. Diese liefert lediglich den Beweis, dass man das richtige Medikament gewählt hat.

Patienten, die an einer Laktoseintoleranz leiden, sollte darauf achten, dass sie die Salze in Tropfenform zu sich nehmen und auch Diabetiker müssen die Tabletten auf ihre Broteinheiten anrechnen (fünfzig Tabletten entsprechen einer Broteinheit).

Sie möchten mehr über den Erfinder der Schüßler Salze wissen?

Der Gründer und Namensgeber dieser biochemischen Therapie war der Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898). Er studierte Medizin an den Universitäten Paris, Berlin und Gießen und wurde von der Universität Gießen 1855 ohne Abgabe einer Dissertation zum Doktor der Medizin promoviert.

Dr. Schüßler beschäftigte sich während seines Medizinstudiums mit alternativen Heilmethoden, speziell mit der Homöopathie. Er ließ sich in Oldenburg nieder und praktizierte dort ausschließlich homöopathisch. Nach 15 Jahren in dieser Praxis, entwickelte er seine eigene Therapieform. Diese beruht nicht auf dem Ähnlichkeitsprinzip und kürzt zudem die Homöopathie deutlich ab, so werden seine Präparate beispielsweise nicht verrieben und nicht verschüttelt. Außerdem ist das Verfahren nicht zu verwechseln mit der naturwissenschaftlichen Biochemie, sondern basiert auf den physiologisch-biochemischen Vorgängen im menschlichen Organismus. Das Einzige, was der Homöopathie ähnlich ist, ist die Potenzierung der Salze, das heißt die Aufbereitung und Verdünnung dieser.

Dr. Schüßler war der Überzeugung, dass sämtliche Krankheiten nur entstehen, weil der Mineralstoffhaushalt nicht ausgeglichen ist. Selbst wenn auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung geachtet wird, sind die aufgenommen Nährstoffe oft zu großmolekular, um von dem jeweiligen Zielorgan bzw. der Zelle aufgenommen zu werden. Schon damals hatte die Idee Schüßlers zur Heilung durch Mineralsalze nichts Esoterisches, sondern sie war von naturwissenschaftlichen Forschungen geprägt.