Mobilisation im Bereich Niere

Schröpfen

Mit Unterdruck gegen Schmerzen

Das unblutige Schröpfen ist schon tausende Jahre alt, seine Ursprünge sind bis ins Jahr 3300 v. Chr. zurückzuverfolgen, aber es scheint immer noch eine bewährte Therapieform gegen allerlei Schmerzarten.

Wie funktioniert Schröpfen?

Bei dieser Therapieform wird mit den Schröpfgläsern, unter Zuhilfenahme von Massageöl, ein Unterdruck erzeugt, der einen massiven Reiz auf die Haut und das Bindegewebe ausübt. Dadurch sollen die einzelnen Bindegewebsschichten voneinander getrennt, Verklebungen aufgelöst und der Blut- bzw. Lymphfluss aktiviert werden. Das geschröpfte Hautgebiet wird intensiv durchblutet und man geht davon aus, dass sowohl die Organtätigkeit als auch der Stoffwechsel stimuliert werden. Die erreichte Mehrdurchblutung soll das Areal, welches unter dem Schröpfglas liegt, entstauen und aktivierend auf die zugehörigen Organe und das Immunsystem wirken. Durch diese intensive Sogwirkung sollen Gift- und Schadstoffe über die Lymphgefäße abtransportiert, verarbeitet und letztendlich entsorgt werden. Das positive Resultat kann sein, dass zusätzlich eine Entgiftung und Entschlackung erfolgen und die Selbstregulation des Körpers angeregt wird.

Nicht selten entstehen durch das Schröpfen blaue Flecken bzw. Hämatome, die man mit einer Eigenbluttherapie vergleichen kann. Diese sollten in den ersten vier Stunden nach der Schröpftherapie keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, ebenso sollte man in dieser Zeit auf das Duschen verzichten. Außerdem soll durch die Platzierung der Schröpfgläser auf die Head’schen Zonen eine reflektorische Wirkung zu den verschiedenen Organen erzielt werden.

Wozu kann das Schröpfen gut sein?

Auch wenn das unblutige Schröpfen nicht immer angenehm ist, wird ihm dennoch noch eine schmerzstillende Wirkung nachgesagt.

Das Schröpfen kommt häufig bei Patienten mit rezidivierenden Blockaden und muskulären Dysbalancen zum Einsatz. Aber auch organische Erkrankungen können scheinbar damit erfolgreich behandelt werden, darunter fallen z.B.:

  • Verdauungsprobleme / Magenbeschwerden
  • Nierenleiden
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Angina Pectoris
  • Asthma

Des weiteren sind Narbenbehandlungen und Schmerzen am Bewegungsapparat wie muskuläre Beschwerden ebenfalls eine Indikation.

Wo wird geschröpft?

Die wichtigsten Schröpfzonen befinden sich auf dem Rücken und werden oft auch Head’sche Zonen genannt. Diese Zonen sind Hautareale, deren nervale Versorgung einem bestimmten Rückenmarkssegment zugeordnet wird. Gleichzeitig werden die Head’schen Zonen und gewisse Organe von ein und demselben Nerv innerviert. Das bedeutet, dass Schmerzen, die von einem speziellen Organ ausgehen, sich in dem zugehörigen Hautareal widerspiegeln (übertragener Schmerz). Allerdings können je nach Beschwerden auch die Arme und Beine geschröpft werden.

Hat Schröpfen Nebenwirkungen?

Das Schröpfen als solches hat keine Nebenwirkungen, allerdings ist die Einnahme von Medikamente zur Blutgerinnung (z.B. ASS, Heparin, Marcumar etc.) eine Kontraindikation der Schröpfbehandlung und sollte im eigenen Interesse vorher dem Therapeuten mitgeteilt werden.

Wichtig ist weiterhin, dass in der zweiten Schröpfbehandlung nicht die selben Areale behandelt werden sollten, wie in der ersten, um der Haut nicht zu schaden – ein gut ausgebildeter Physiotherapeut/Heilpraktiker wird dies aber in jedem Fall beachten.

Schröpfen bei PhysioSport Köln

Die Therapeuten von PhysioSport werden neben einer eingehenden Anamnese die richtige Stelle für die Schröpfbehandlung auswählen. Das geschieht durch einen sehr sorgfältig durchgeführten Sicht- und Tastbefund, bei dem nach Verhärtungen, Einziehungen und Aufquellungen im Unterhaut- und Muskelgewebe gesucht wird.