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Medizinisches Aufbautraining

Medizinisches Aufbautraining

Der norwegischen Physiotherapeut Rolf Gustavsen hat die Therapieform MTT entwickelt.

MAT / MTT ist ein vom Arzt verordnete Therapieform im privaten Krankenkassensystem. Adäquat zur Medizinischen Trainings Therapie gibt es bei den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Krankengymnastik am Gerät ( KGG ). 

Beim MAT / MTT ist der Schwerpunkt das Training zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Patienten. Das Training beinhaltet Komponenten zur Verbesserung der Kraft, der Ausdauer und der Koordination im Hinblick auf die jeweilige Diagnose. Dieses patientengenaue Training kann nur von speziell geschulten Physiotherapeuten bzw. Sportwissenschaftlern in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt und Patienten aufgebaut und durchgeführt werden.

„Training ist die systemische Wiederholung gezielter, überschwelliger, neuromuskulärer Reize zum Zwecke der Leistungssteigerung mit morphologischen und funktionellen Anpassungserscheinungen.“ (Hollmann, 1983)

Ziele des Medizinischen Aufbautraining

Im Vordergrund dieses rehabilitativen Muskeltrainings steht nicht das Erreichen der maximalen Kraft, sondern die unbehinderte Durchführung der Alltagsaktivitäten (ADL), der Berufsfähigkeit und der Freizeitbeschäftigungen. Wesentliche Bestandteile sind  deshalb neben der Schmerzfreiheit, die Funktionswiederherstellung und auch das Einüben verschiedener Alltagsbewegungen. Ziel der MTT ist die Wiederherstellung der individuellen Lebensqualität des Patienten/der Patientin. Durch die häufig minimale muskuläre und organische Beanspruchung im Alltag, beschränkt sich ein Medizinisches Aufbautraining nicht nur auf den orthopädischen-traumatologischen Bereich, sondern auch auf die Gesunderhaltung und die allgemeine Leistungsförderung des Patienten.

Die Übung wird in der Kraftaufbauphase nach Schulteroperationen eingesetzt und zielt auf die Kräftigung der oberen Rückenmuskulatur ab. Dies hilft dabei den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne zu zentrieren.

Inhalte des MAT/MTT

Neben dem gezielten Trainieren einzelner Muskeln an Sequenztrainingsgeräten, steht das Erlernen von funktionellen und komplexen Bewegungen im Vordergrund. Meist reicht ein Kleingerät oder das eigene Körpergewicht unter Berücksichtigung der Biomechanik für eine gezielte Übung aus. Übungen ohne Zusatzgeräte sichern die Nachhaltigkeit und ermöglichen dem Patienten/der Patientin eine langfristige Fortführung. Das 60 bis 90 minütige Training wird nach individuellen Gesichtspunkten von Sportwissenschaftlern/innen geplant und stets eng begleitet. Zur Diagnosesicherung und Therapiekontrolle kann eine isokinetische Kraftmessung hilfreich sein.

  • Lokales und allgemeines Ausdauertraining
  • Koordination
  • Kraftzuwachs
  • Flexibilität und Beweglichkeitserweiterung
  • Schnelligkeitsverbesserung
  • Isokinetisches Training

Durchführung

Das mehrdimensionale Gesundheitsverständnis unserer Praxis orientiert sich an der International Classification of Functioning (ICF) welches nicht nur die Funktionsstörung einer Person, sondern auch die Leistungsfähigkeit und Teilhabe am sozialen und beruflichen Umfeld betrachtet. Die verbleibenden Möglichkeiten und Ressourcen herauszustellen, zu entwickeln und einzubeziehen ist Hauptbestandteil. Das Training wird mindestens 2x die Woche bis maximal täglich für 60 bis 90 Minuten durchgeführt. Eine erfolgreiche Therapie mit langfristig positiven Veränderungen  setzt immer das gemeinsame Handeln von Therapeuten und Patienten voraus. Um das zu gewährleisten wird ein enger Patienten/Therapeutenschlüssel eingehalten.

Angeboten an folgenden Standorten:

Zusätzliche Informationen

Nachfolgende Übungen können bei der weiteren Genesung helfen. Bitte halten Sie zuvor jedoch unbedingt Rückprache mit Ihrem Arzt.

Einbahn-Squat am Renegate / Langhantel

Die Übung kombiniert das Training der oberen mit der unteren Extremität. In dem Fall wird das Aufbautraining als Ganzkörpertraining umgesetzt.